2016

Tja, und da rückt das neue Jahr immer näher und wahrscheinlich jeder macht sich Gedanken über das vergangene oder überlegt sich Vorsätze für das kommende Jahr.
Bevor ich euch allerdings meine „Vorsätze“ vorstelle möchte ich euch heute von meinem Jahr erzählen, berichten was ich gelernt habe. Für euch. Und für mich.

Januar
Das Jahr begann mit einem großen Verlust für meinen Freund und somit auch für mich. Die ersten Tage im neuen Jahr waren geprägt von Tränen und traurigen Gesprächen über einen Freund, der nun bereits ein ganzes Jahr nicht mehr bei uns ist.
Was mich außerdem beschäftigte war der Stress rund um meine anstehenden Abiturprüfungen, die so schnell vergingen.
Der Januar war ein trauriger und stressiger Monat, aber er hat mir gezeigt wie sehr es sich lohnt niemals aufzugeben.

Februar
Natürlich ließ der Schulstress erstmal nicht nach und der Monat verging wie im Flug. Leider auch die Faschingszeit, auf die ich mich durch schlechtes Zeitmanagement nicht vorbereitet hatte und somit zwei Tage vor dem Umzug noch kein Kostüm hatte.
Jetzt weiß ich wie wichtig ein guter Zeitplan ist, wenn man auch noch Freizeit haben möchte .

März
Und dann war es soweit. Nach 13 Jahren ging die Schulzeit für mich zu ende und ich habe mich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben noch nicht so frei und gleichzeitig hilflos gefühlt.
Ja, es ist schön eigene Entscheidungen zu treffen und einen eigenen Weg zu finden, aber schwer. Das Leben ist nicht so einfach wie du es dir vorgestellt hast.

April
Ich wollte meine freie Zeit nutzen, wollte ins Ausland. Etwas erleben. Und habe mich auf einer Seite für AuPairs angemeldet. Und eine Familie gefunden.
Denk darüber nach was du tust. Nicht alles was glänzt ist Gold.

Mai
Ein aufregender Monat, in dem ich viel unterwegs war und meine freie Zeit Zuhause genoss.
Nutz die Zeit die du hast sinnvoll. Du wirst nur bereuen was du nicht getan hast!

Juni
Ich war bereit und es ging nach England. Allein. Zu einer fremden Familie. Nicht meine beste Idee. Nur 3 Monate. Und ich habe sie abgebrochen. Vielleicht nicht meine beste Entscheidung. Aber hör immer, egal was andere sagen, auf dein Herz.

Juli
Tja da war ich also wieder. Zuhause. Kein Ausland. Keine Abenteuer. Keine Arbeit. Gewartet. Auf ein Studium. Eine Zusage. Gehofft. Habe meine Zeit vertrödelt.
Und dann kamen die Zweifel an uns. Will ich das hier alles? Ich will hier weg.
Sei nicht zu voreilig. Mach dir Gedanken. Und lass dir von niemandem eine falsche Meinung aufdrücken.

August
Eine Absage nach der anderen. Was jetzt? Kein Plan B.

September
Ein FSJ. Willst du das wirklich. Nicht das du es wieder bereust. Jeder sagt die Grundschule ist nichts für dich. Aber wie will ich die Zeit überbrücken? Ein FSJ!
Das war wohl meine wichtigste Lektion dieses Jahr. Lass dir nicht die Meinung anderer aufdrücken und zu deiner eigenen Meinung werden. Du weißt was du tust.

Oktober
Ein Probearbeiten in der Grundschule und endlich weiß ich was ich will. Nach so langer Zeit hab ich endlich wieder ein Ziel. Ein Plan. Ein Plan B. Und es fühlt sich gut an.

November
Genieß die letzte freie Zeit.

Dezember
1. Arbeitstag. Endlich. Und es fühlt sich gut an. Endlich wieder eine Aufgabe zu haben. Einen Weg. Alles wurde gut.

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Wie ihr seht gab es dieses Jahr viele Höhen und Tiefen für mich. Ich weiß nicht ob es ein gutes oder schlechtes Jahr für mich war. Kann es nicht beurteilen. Es gab gute und schlechte Tage. Aber ich habe einiges gelernt. Die vergangene Zeit hat mich stärker gemacht. Schlauer. Ich bin nicht mehr so naiv und selbstständiger. Lasst euch nicht unterkriegen, es gibt immer einen Weg, egal wie schwer er ist. Ich bin bereit.

Sometimes sorry is not enough

Es ist solange her, viel zu lange um sich richtig daran zu erinnern.
Aber kann es nicht vergessen, muss immer wieder darüber nachdenken. Wenn ich nicht bei dir bin, allein. Kann es nicht hinter mir lassen.
Halte es dir immer wieder vor. Ausversehn. Einfach so. Ohne das ich es will. Plötzlich höre ich mich selbst diese Dinge sagen, die ich schon längst hätte hinter mir lassen müssen.

Entschuldigst dich immer wieder. Du hast einen Fehler gemacht. Lässt mich nie wieder gehen. Kannst dir selbst nicht erklären warum du diese Entscheidung getroffen hast.
Wolltest mir nie wehtun. Aber hast es getan.

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Ist es eine Schwäche nicht verzeihen zu können? Liegt es an mir, dass ich immer wieder daran denken muss und es nicht hinter mir lassen kann oder würde es anderen genauso gehen?
Möglicherweise ist es eine Charakterschwäche nach so langer Zeit noch immer nicht verziehen zu haben. Aber werde ich das überhaupt irgendwann?
Ich versuche es, möchte ihm keine Vorhaltungen mehr machen. Aber ich weiß nicht wie ich verzeihen kann. Hab nie gelernt etwas hinter mir zu lassen. Schlepp alles mit mir mit bis ich nicht mehr kann. Mein Kopf ist voll mit Ereignissen und ich konzentriere mich auf die schlechten.
Wie kann ich unsere schlechten Zeiten hinter mir lassen ohne auch dich hinter mir zu lassen? Geht das überhaupt. Ich wünsche es mir.

 

du hast mich geheilt

„BECAUSE WITH THE RIGHT PERSON, SOMETIMES KISSING FEELS LIKE HEALING.“

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

War allein, habe den Kampf in mir niemandem gezeigt. Mit mir selbst ausgemacht. Und plötzlich warst da du. Hast mir zugehört. Kannst mich zwar nicht immer verstehen. Sagst mir deine Meinung, wenn ich übertreibe oder zu sehr in Selbstmitleid versinke. Aber du bist da. Immer. Kann mich an dir festhalten, wenn meine Beine zu wackeln beginnen. Wenn ich nicht mehr klar sehen kann und alles um mich herum schwarz erscheint, bringst du Licht und es wird zumindest grau. Machst mit deinen Farben auch mein Leben bunt.

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

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3 1/2 Jahre sind vergangen seit unserem ersten Kuss. Eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Voller Lachen aber auch voller Tränen. Geprägt von vielen Grauen Momenten in denen du mich immer wieder gerettet hast. Hast mich festgehalten, bevor ich versinken konnte. Hast mir ein Licht im Dunkeln gezeigt. Ein Hoffnungsschimmer.
Immer wieder.
Und sie wurden weniger. Hätte nie daran geglaubt. An mich geglaubt. Aber da warst du. Hast an mich geglaubt. Für uns beide. Und die Kämpfe wurden seltener.
Muss sie nicht mehr mit mir allein ausmachen. Denn du bist da. Immer. Kann mich an dir festhalten, wenn meine Beine zu wackeln beginnen.
Wenn ich nicht mehr klar sehen kann und alles um mich herum schwarz erscheint, bringst du Licht und es wird zumindest grau. Machst mit deinen Farben auch mein Leben bunt.

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

Nur ein Kuss. Und ich wusste das ich dich lieben werde. Dich immer wieder küssen will, weil du mich verändert hast. Ich bin ein besserer Mensch. Positiver. Aber auch eigentlich nur verliebt. Immer noch. 3 1/2 Jahre später immer noch. Und alles nur wegen einem Kuss. Dem ersten Kuss, der nach Wodka und Zigaretten geschmeckt hat. Und doch möchte ich ihn nie vergessen. Denn mit diesem Kuss haben meine Wunden angefangen zu heilen.

 

 

 

Und jetzt?

Ich stehe hier, ohne einen weiteren Plan. Keine Ahnung, wie mein Leben weiter gehen soll, was ich machen will.
Wieder einmal. Nichts neues.

Habe immer wieder Pläne geschmiedet. Bin immer wieder gescheitert. An mir selbst. Konnte mich selbst nicht überwinden. Weiß selbst nicht was ich will. Weiß nicht was ich machen soll, was ich machen muss um an die Stelle zu gelangen, an der ich stehen möchte. Stecke fest, weiß nicht weiter.
Brauche Hilfe, aber möchte keine.

Stehe an dieser Kreuzung, mit unendlich vielen Wegen, die ich nehmen kann, aber keiner scheint zu mir zu passen. Bin überfordert, weiß nicht welchen ich nehmen soll.
Jeder sagt alle Wege stehen dir offen, aber ich fühle mich als wäre jeder Weg, den ich einschlagen will ,versperrt. Kein Zutritt für mich. Ich muss stehen bleiben, einen anderen Weg nehmen, den ich nicht nehmen möchte.

Ich stehe hier, ohne einen weiteren Plan. Keine Ahnung, wie mein Leben weiter gehen soll, was ich machen will.
Wieder einmal. Nichts neues.

Die Sache mit dem glücklich sein

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Wir sagen es jeden Tag, sehen Motivationsbilder auf tumblr, we♥it und co. en masse.
Haben sie als Hintergrund auf unserem Handy oder als große Poster dekorativ über unserem Schreibtisch. Aber ist es wirklich so einfach?
Wie soll man zufrieden sein mit dem was man hat, wenn man auf Instagram ständig perfekte Bilder sieht von Menschen, die scheinbar mehr haben. Besser sind als wir.
Du fängst an an dir zu zweifeln, dein Leben ,und das was du hast, in Frage zu stellen.

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Ich hör es immer wieder von meiner Mutter „Sei doch mal zufrieden mit dem was du hast, mit dem was du kannst“
Aber es ist nicht einfach, wenn man mit all den Selbstzweifeln versucht allein zurecht zu kommen. Egal wie sehr ich es versuche, bin ich allein, fällt es mir schwer glücklich oder zufrieden zu sein.
Meine Gedanken kreisen um das was ich habe, was andere haben und was mir fehlt.
Und ich frage mich ob Glück und Zufriedenheit eigentlich voneinander abhängig ist.
Ob man einfach Glück haben kann oder ob man selbst für sein Glück verantwortlich ist.
Natürlich kann man zufrieden sein mit dem was man hat, oder was man ist, ohne dabei Glück zu haben. Aber kann man glücklich sein ohne zufrieden zu sein?

 

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Jeder macht, als wär es so einfach, etwas alltägliches. Aber das ist es nicht, wenn man ständig nur die Schattenseite sieht, das Glas halb leer und nicht halb voll ist.

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„Weißt du noch..?“

Immer wieder ertappe ich mich selbst dabei, wie ich durch alte Bilder, Tagebücher oder Chatverläufe stöbere. Werfe einen Blick in die Vergangenheit. Ich kann stundenlang über bereits vergangene Momente und Gefühle nachdenken, ohne das ich überhaupt merke wie die Zeit an mir vorbei geht.
Immer wieder ermahne ich mich selbst, werde von anderen, mir sehr nahe stehenden Personen darauf hingewiesen. Ich sollte aufhören ständig in der Vergangenheit zu leben.
Es bringt mir nichts. Macht mich oft nur traurig, weil ich weiß dieser Moment geschieht nicht noch einmal, allein deswegen, weil ich mit all diesen Personen, mit denen ich vor drei Jahren noch in die Kamera gelacht habe, keinen Kontakt mehr habe.
Auch wenn ich trotzdem glücklich bin, keine Entscheidung bereue, die ich damals getroffen habe und durch die wir uns entfernt haben. Aber manchmal, da vermisse ich es einfach all diese Menschen, die alles von mir wussten, anzurufen und sich bereits 10 Minuten später zu sehen um mit ihnen zu reden. Allein schon wegen der „Weißt du noch..?“- Momente.
Ich liebe diese Momente, in denen man zusammen sitzt und anfängt von all den gemeinsamen Erlebnissen zu sprechen. Weißt du noch als wir das erste mal zusammen weg waren? Das erste mal betrunken waren? Das erste mal die Nacht durchgemacht haben? Das erste mal allein zusammen Auto gefahren sind?
All diese prägenden Erinnerungen, die ich mit Menschen teile, die ich schon seit der Grundschule kenne und mit denen ich ein paar wundervolle Jahre hatte. Und zu denen ich den Kontakt immer mehr verliere.

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    über weheartit

Aber lebe ich wirklich in der Vergangenheit, nur weil ich an diesen Erinnerungen hänge?
All diese Erinnerungen gehören doch zum erwachsen werden. All diese Momente und Erinnerungen möchte ich nicht vergessen. Habe Angst sie zu vergessen. Habe Angst das alle anderen sie schon vergessen habe. Ich versuche mir diese wunderbaren Jahre zu bewahren. Rufe sie mir durch die vielen Bilder immer wieder in Erinnerung.
Und doch lebe ich für die Momente die noch kommen, für all die Küsse mit ihm, all die lachenden Gesichter, für die neuen „Weißt du noch…?“-Momente.

 

der erste Beitrag

Seit Wochen existiert dieser Blog bereits,ohne auch nur einen veröffentlichen Beitrag.Warum? Weil ich mir seit dem Gedanken darüber mache wie der erste Beitrag wohl am besten aussieht. Soll ich mich vorstellen? Einfach drauf los schreiben? Oder doch lieber durchgeplant z.B. meine Monatsfavoriten vorstellen? Aber welchen Sinn hat es meine liebsten Produkte vorzustellen, ohne das es überhaupt jemand liest. Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder, der sich endlich getraut und einen Blog veröffentlicht hat. Lange ist mir dieser Gedanke schon im Kopf rumgeschwirrt. Immer wieder kam mir der Gedanke „Ich würde auch gerne so Bilder machen, bearbeiten und aufschreiben was in meinem Kopf vor sich geht“, wenn ich meine liebsten Blogs gelesen habe. Und genau das mache ich auch. Ich habe tausende von Bildern auf meiner Festplatte und Tagebücher von den letzten 4 Jahren. Aber das hat mir nicht gereicht.
Ich möchte all das mit anderen teilen, ihre Meinung und Erfahrungen hören.
Deswegen also nun dieser Blog.
Und hiermit auch der erste Beitrag.

Ist euch euer erster Beitrag auch so schwer gefallen? Und wie habt ihr diese Aufgabe gelöst?

eure misselisabetta