Archiv der Kategorie: Texts

things change

things change, and friends leave, and life doesn’t stop for anybody.

Das wars. Der letzte Tag vorbei. Ein Jahr, jeden Tag und dann ist es vorbei. Plötzlich und doch habe ich darauf gewartet. Ich schließe die Tür hinter mir und ein neues Kapitel beginnt. Veränderung. Ich habe Angst. Keine Gewohnheit mehr. Veränderung. Aber ich laufe weiter. Immer weiter. Darf nicht stehen bleiben. Denn Veränderung ist nichts schlechtes. Ich habe mich bewiesen. Bin über mich hinaus gewachsen. Habe mich getraut. Und habe es geschafft. Stolz. Habe gelernt. Weiß jetzt was ich will. Wohin mein Weg gehen soll. Und wer mich begleiten soll. Habe mich verändert. Und das ist gut so. Veränderung ist gut.

Nothing changes, but when you look back, everything is different.

Verrückt, was sich in einem Jahr alles verändert,obwohl es sich nicht danach anfühlt.
Ich war planlos. Wusste nicht wohin. Wusste nicht was ich möchte. Verunsichert.
Die Zeit verging und nichts änderte sich. Dachte ich. Jetzt schaue ich zurück und sehe, was ich alles geschafft habe. Denn Veränderung ist nichts schlechtes. Wir sehen sie nicht immer direkt, aber sie macht uns stärker. Zeigt uns was uns fehlt und was wir nicht brauchen.  Und nur du selbst kannst etwas verändern. Was willst du. Was brauchst du. Und wenn du dir darüber bewusst bist, dann sei die Veränderung, die du sein musst um alles zu erreichen, was du möchtest. Denn es liegt bei dir!

eure misselisabetta

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let things go

„Autumn shows us how beautiful it is to let things go.“

Die Blätter fallen langsam von ihren Ästen, während ich vor dem Fenster sitze.
Dem Wind zuhöre.
Er rauscht durch die Blätter und immer mehr segeln langsam zu Boden.
Einige schon verfärbt. Leuchten rot, orange oder sogar braun. Die Zeit vergeht und wie ich da sitze frage ich mich, wie leicht kann es sein, etwas los zu lassen.
Oder wie schwer.

Wie stark ist der Wind, damit er die Blätter vom Baum reißen kann. Oder fallen sie schon, bevor sie überhaupt berührt werden. Und warum kann der Herbst so schön sein, wenn er doch eigentlich die Jahreszeit ist, in der alles endet. Aber muss ein Ende überhaupt schlecht sein. Wer sagt, dass ein Ende immer traurig oder deprimierend sein muss. Und selbst wenn ein Ende traurig ist, kommt nicht immer ein neuer Anfang.
Neuanfang. Aufregend. Überraschend. Schön.
Aber um ihn zu erleben müssen wir loslassen. Loslassen was uns nicht gut tut.
Diese eine Freundschaft, die nie eine war. Die Arbeit, die einem doch nie wirklich Spaß gemacht hat. Die Beziehung, die keine gemeinsame Zukunft haben kann. Und dann hat man Tränen in den Augen. Ein Ende ist nie einfach. Eine endgültige Entscheidung zu treffen ist nie einfach. Eine Person zu verletzen ist nie einfach. Das unbekannte kann Angst machen. Was passiert, wenn ich mich nie wieder bei ihm melden kann? Wer hört mir jetzt zu? Wie soll ich Geld ohne meine Arbeit verdienen?
Fragen, auf die es keine richtige Antwort gibt, nicht bevor man es nicht versucht hat. Neuanfang. Denn es kann schön sein etwas los zu lassen. Ballast abwerfen. Sorgen bei Seite schieben. Keine Gedanken mehr machen, ob er einen noch liebt. Auf sich selbst hören. Was brauche ich. Loslassen! Neuanfang! Beängstigend und doch so schön!
Schau dir den Herbst an, er traut sich jedes Jahr aufs neue das Bekannte los zu lassen. Neuanfang! Denn loslassen kann so schön sein. Und der Neuanfang noch schöner.

 

2016

Tja, und da rückt das neue Jahr immer näher und wahrscheinlich jeder macht sich Gedanken über das vergangene oder überlegt sich Vorsätze für das kommende Jahr.
Bevor ich euch allerdings meine „Vorsätze“ vorstelle möchte ich euch heute von meinem Jahr erzählen, berichten was ich gelernt habe. Für euch. Und für mich.

Januar
Das Jahr begann mit einem großen Verlust für meinen Freund und somit auch für mich. Die ersten Tage im neuen Jahr waren geprägt von Tränen und traurigen Gesprächen über einen Freund, der nun bereits ein ganzes Jahr nicht mehr bei uns ist.
Was mich außerdem beschäftigte war der Stress rund um meine anstehenden Abiturprüfungen, die so schnell vergingen.
Der Januar war ein trauriger und stressiger Monat, aber er hat mir gezeigt wie sehr es sich lohnt niemals aufzugeben.

Februar
Natürlich ließ der Schulstress erstmal nicht nach und der Monat verging wie im Flug. Leider auch die Faschingszeit, auf die ich mich durch schlechtes Zeitmanagement nicht vorbereitet hatte und somit zwei Tage vor dem Umzug noch kein Kostüm hatte.
Jetzt weiß ich wie wichtig ein guter Zeitplan ist, wenn man auch noch Freizeit haben möchte .

März
Und dann war es soweit. Nach 13 Jahren ging die Schulzeit für mich zu ende und ich habe mich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben noch nicht so frei und gleichzeitig hilflos gefühlt.
Ja, es ist schön eigene Entscheidungen zu treffen und einen eigenen Weg zu finden, aber schwer. Das Leben ist nicht so einfach wie du es dir vorgestellt hast.

April
Ich wollte meine freie Zeit nutzen, wollte ins Ausland. Etwas erleben. Und habe mich auf einer Seite für AuPairs angemeldet. Und eine Familie gefunden.
Denk darüber nach was du tust. Nicht alles was glänzt ist Gold.

Mai
Ein aufregender Monat, in dem ich viel unterwegs war und meine freie Zeit Zuhause genoss.
Nutz die Zeit die du hast sinnvoll. Du wirst nur bereuen was du nicht getan hast!

Juni
Ich war bereit und es ging nach England. Allein. Zu einer fremden Familie. Nicht meine beste Idee. Nur 3 Monate. Und ich habe sie abgebrochen. Vielleicht nicht meine beste Entscheidung. Aber hör immer, egal was andere sagen, auf dein Herz.

Juli
Tja da war ich also wieder. Zuhause. Kein Ausland. Keine Abenteuer. Keine Arbeit. Gewartet. Auf ein Studium. Eine Zusage. Gehofft. Habe meine Zeit vertrödelt.
Und dann kamen die Zweifel an uns. Will ich das hier alles? Ich will hier weg.
Sei nicht zu voreilig. Mach dir Gedanken. Und lass dir von niemandem eine falsche Meinung aufdrücken.

August
Eine Absage nach der anderen. Was jetzt? Kein Plan B.

September
Ein FSJ. Willst du das wirklich. Nicht das du es wieder bereust. Jeder sagt die Grundschule ist nichts für dich. Aber wie will ich die Zeit überbrücken? Ein FSJ!
Das war wohl meine wichtigste Lektion dieses Jahr. Lass dir nicht die Meinung anderer aufdrücken und zu deiner eigenen Meinung werden. Du weißt was du tust.

Oktober
Ein Probearbeiten in der Grundschule und endlich weiß ich was ich will. Nach so langer Zeit hab ich endlich wieder ein Ziel. Ein Plan. Ein Plan B. Und es fühlt sich gut an.

November
Genieß die letzte freie Zeit.

Dezember
1. Arbeitstag. Endlich. Und es fühlt sich gut an. Endlich wieder eine Aufgabe zu haben. Einen Weg. Alles wurde gut.

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Wie ihr seht gab es dieses Jahr viele Höhen und Tiefen für mich. Ich weiß nicht ob es ein gutes oder schlechtes Jahr für mich war. Kann es nicht beurteilen. Es gab gute und schlechte Tage. Aber ich habe einiges gelernt. Die vergangene Zeit hat mich stärker gemacht. Schlauer. Ich bin nicht mehr so naiv und selbstständiger. Lasst euch nicht unterkriegen, es gibt immer einen Weg, egal wie schwer er ist. Ich bin bereit.

Sometimes sorry is not enough

Es ist solange her, viel zu lange um sich richtig daran zu erinnern.
Aber kann es nicht vergessen, muss immer wieder darüber nachdenken. Wenn ich nicht bei dir bin, allein. Kann es nicht hinter mir lassen.
Halte es dir immer wieder vor. Ausversehn. Einfach so. Ohne das ich es will. Plötzlich höre ich mich selbst diese Dinge sagen, die ich schon längst hätte hinter mir lassen müssen.

Entschuldigst dich immer wieder. Du hast einen Fehler gemacht. Lässt mich nie wieder gehen. Kannst dir selbst nicht erklären warum du diese Entscheidung getroffen hast.
Wolltest mir nie wehtun. Aber hast es getan.

Ist es eine Schwäche nicht verzeihen zu können? Liegt es an mir, dass ich immer wieder daran denken muss und es nicht hinter mir lassen kann oder würde es anderen genauso gehen?
Möglicherweise ist es eine Charakterschwäche nach so langer Zeit noch immer nicht verziehen zu haben. Aber werde ich das überhaupt irgendwann?
Ich versuche es, möchte ihm keine Vorhaltungen mehr machen. Aber ich weiß nicht wie ich verzeihen kann. Hab nie gelernt etwas hinter mir zu lassen. Schlepp alles mit mir mit bis ich nicht mehr kann. Mein Kopf ist voll mit Ereignissen und ich konzentriere mich auf die schlechten.
Wie kann ich unsere schlechten Zeiten hinter mir lassen ohne auch dich hinter mir zu lassen? Geht das überhaupt. Ich wünsche es mir.

 

du hast mich geheilt

„BECAUSE WITH THE RIGHT PERSON, SOMETIMES KISSING FEELS LIKE HEALING.“

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

War allein, habe den Kampf in mir niemandem gezeigt. Mit mir selbst ausgemacht. Und plötzlich warst da du. Hast mir zugehört. Kannst mich zwar nicht immer verstehen. Sagst mir deine Meinung, wenn ich übertreibe oder zu sehr in Selbstmitleid versinke. Aber du bist da. Immer. Kann mich an dir festhalten, wenn meine Beine zu wackeln beginnen. Wenn ich nicht mehr klar sehen kann und alles um mich herum schwarz erscheint, bringst du Licht und es wird zumindest grau. Machst mit deinen Farben auch mein Leben bunt.

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

3 1/2 Jahre sind vergangen seit unserem ersten Kuss. Eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Voller Lachen aber auch voller Tränen. Geprägt von vielen Grauen Momenten in denen du mich immer wieder gerettet hast. Hast mich festgehalten, bevor ich versinken konnte. Hast mir ein Licht im Dunkeln gezeigt. Ein Hoffnungsschimmer.
Immer wieder.
Und sie wurden weniger. Hätte nie daran geglaubt. An mich geglaubt. Aber da warst du. Hast an mich geglaubt. Für uns beide. Und die Kämpfe wurden seltener.
Muss sie nicht mehr mit mir allein ausmachen. Denn du bist da. Immer. Kann mich an dir festhalten, wenn meine Beine zu wackeln beginnen.
Wenn ich nicht mehr klar sehen kann und alles um mich herum schwarz erscheint, bringst du Licht und es wird zumindest grau. Machst mit deinen Farben auch mein Leben bunt.

Du hast mich geheilt.
Meine Wunden mit einem Kuss verschlossen.
Und kommen sie wieder küsst du sie so lange, bis ich sie vergessen habe.

Nur ein Kuss. Und ich wusste das ich dich lieben werde. Dich immer wieder küssen will, weil du mich verändert hast. Ich bin ein besserer Mensch. Positiver. Aber auch eigentlich nur verliebt. Immer noch. 3 1/2 Jahre später immer noch. Und alles nur wegen einem Kuss. Dem ersten Kuss, der nach Wodka und Zigaretten geschmeckt hat. Und doch möchte ich ihn nie vergessen. Denn mit diesem Kuss haben meine Wunden angefangen zu heilen.

 

 

 

Und jetzt?

Ich stehe hier, ohne einen weiteren Plan. Keine Ahnung, wie mein Leben weiter gehen soll, was ich machen will.
Wieder einmal. Nichts neues.

Habe immer wieder Pläne geschmiedet. Bin immer wieder gescheitert. An mir selbst. Konnte mich selbst nicht überwinden. Weiß selbst nicht was ich will. Weiß nicht was ich machen soll, was ich machen muss um an die Stelle zu gelangen, an der ich stehen möchte. Stecke fest, weiß nicht weiter.
Brauche Hilfe, aber möchte keine.

Stehe an dieser Kreuzung, mit unendlich vielen Wegen, die ich nehmen kann, aber keiner scheint zu mir zu passen. Bin überfordert, weiß nicht welchen ich nehmen soll.
Jeder sagt alle Wege stehen dir offen, aber ich fühle mich als wäre jeder Weg, den ich einschlagen will ,versperrt. Kein Zutritt für mich. Ich muss stehen bleiben, einen anderen Weg nehmen, den ich nicht nehmen möchte.

Ich stehe hier, ohne einen weiteren Plan. Keine Ahnung, wie mein Leben weiter gehen soll, was ich machen will.
Wieder einmal. Nichts neues.

Die Sache mit dem glücklich sein

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Wir sagen es jeden Tag, sehen Motivationsbilder auf tumblr, we♥it und co. en masse.
Haben sie als Hintergrund auf unserem Handy oder als große Poster dekorativ über unserem Schreibtisch. Aber ist es wirklich so einfach?
Wie soll man zufrieden sein mit dem was man hat, wenn man auf Instagram ständig perfekte Bilder sieht von Menschen, die scheinbar mehr haben. Besser sind als wir.
Du fängst an an dir zu zweifeln, dein Leben ,und das was du hast, in Frage zu stellen.

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Ich hör es immer wieder von meiner Mutter „Sei doch mal zufrieden mit dem was du hast, mit dem was du kannst“
Aber es ist nicht einfach, wenn man mit all den Selbstzweifeln versucht allein zurecht zu kommen. Egal wie sehr ich es versuche, bin ich allein, fällt es mir schwer glücklich oder zufrieden zu sein.
Meine Gedanken kreisen um das was ich habe, was andere haben und was mir fehlt.
Und ich frage mich ob Glück und Zufriedenheit eigentlich voneinander abhängig ist.
Ob man einfach Glück haben kann oder ob man selbst für sein Glück verantwortlich ist.
Natürlich kann man zufrieden sein mit dem was man hat, oder was man ist, ohne dabei Glück zu haben. Aber kann man glücklich sein ohne zufrieden zu sein?

 

„Hab einen schönen Tag“
„Genieß die Zeit“
„Sei einfach mal zufrieden, glücklich“

Jeder macht, als wär es so einfach, etwas alltägliches. Aber das ist es nicht, wenn man ständig nur die Schattenseite sieht, das Glas halb leer und nicht halb voll ist.

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